Suchen Sie in 16.601 Anzeigen

Die ersten Schritte im Todesfall

Es ist immer ein Schock, wenn ein naher Angehöriger verstirbt, selbst wenn man dies aufgrund einer Krankheit womöglich erwartet hat. Trauer und Schmerz drohen zu überwältigen, aber dennoch muss man die Kraft aufbringen, sich um einige organisatorische Dinge zu kümmern. Einige davon sind zwingend vorgeschrieben und erlauben keinen Aufschub, bei anderen Themen kann man sich etwas mehr Zeit lassen. Etliches kann man an einen Dienstleister, wie etwa einen Bestatter, delegieren, wenn man selbst die Zeit oder Kraft nicht findet.

Arzt und Todesbescheinigung

Wenn ein Angehöriger zu Hause stirbt, ist als erstes ein Arzt zu verständigen, der die Todesbescheinigung ausstellen kann. Er wird eine Leichenschau vornehmen und versuchen, die Todesursache festzustellen. Dies kann der Hausarzt sein; sollte dieser nicht erreichbar sein, so kann man einen Notarzt verständigen. Erfolgte der Tod durch einen Unfall, ein Delikt oder einen Suizid, so muss zusätzlich die Polizei verständigt werden.

Wenn der Angehörige in einem Krankenhaus, Heim oder einer staatlichen Einrichtung wie einem Gefängnis verstarb, so kümmert sich die Institution um die Erlangung der Todesbescheinigung.

Meldung bei der Behörde

Binnen zwei Tagen muss der Todesfall bei den Behörden gemeldet werden. Die zuständige Behörde kann das

  • Zivilstandsamt des Sterbeortes oder
  • Bestattungsamt am Wohnort des Verstorbenen sein.

Es sind – falls vorhanden – folgende Unterlagen mit zu bringen:

  • Todesbescheinigung oder Todesmeldung des Arztes
  • Familienbüchlein / Schriftenempfangsschein
  • Personalausweis

Beim Zivilstandsamt wird daraufhin die Todes- oder Sterbeurkunde ausgestellt, die für verschiedene Zwecke benötigt wird. Die Adressen der zuständigen Behörden kann man den offiziellen Seiten der Bundesverwaltung oder der Heimatgemeinde entnehmen.

Organisation der Bestattung

Die Wartezeit bis zu einer Bestattung beträgt zwei Tage, und sie kann erst nach der Meldung bei den Behörden statt finden. Die Formalitäten und Abläufe sind regional unterschiedlich geregelt, daher sollte man die Details mit dem zuständigen Beamten des Zivilstands- oder Bestattungsamtes besprechen. Insbesondere geht es um

  • Die Auswahl von Bestattungsort und Termin
  • Die Überführung des Verstorbenen vom Sterbeort zum Bestattungsort
  • Die Art der Bestattung (Erd- oder Feuerbestattung)
  • Die Gestaltung der Feier (religiös, konfessionslos)
  • Den Urnen- oder Sargwunsch

Man sollte sich auf jeden Fall erkundigen, welche Leistungen kostenfrei sind – viele Gemeinden bieten ihren Bürgern eine kostenlose Erd- oder Feuerbestattung an. Wenn es zu anstrengend oder zu aufwändig erscheint, die Details der Bestattung selbst zu organisieren, so kann man diese Aufgabe natürlich auch an ein Bestattungsinstitut delegieren. Hier sollte man sich natürlich vorher erst einmal über die Kosten informieren.

Information anderer Personen

Damit alle Personen an der Bestattung teilnehmen können, sollte man diese natürlich schnellstmöglich informieren. Nahe stehende Menschen wird man telefonisch verständigen, weiter entfernte Bekannte kann man schriftlich vom Todesfall in Kenntnis setzen. Auf jeden Fall sollte man wichtigen Personen, wie zum Beispiel den Arbeitgeber, zeitnah den Todesfall melden. Auch das Thema Todesanzeige und Einladungen zur Bestattung sollte schnell erledigt werden.

Zudem müssen unter Umständen Massnahmen ergriffen werden, um die Versorgung von Kindern, Haustieren oder Pflanzen zu regeln. Manchmal kann dies ein freundlicher und hilfsbereiter Nachbar tun, ansonsten muss man etwas anderes organisieren und eventuell auf einen professionellen Dienstleister zurück greifen.