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Die Trauerrede

Bei der Abdankungsfeier ist die Trauerrede ein ganz zentraler Bestandteil, egal, ob es sich um eine religiöse oder weltliche Zeremonie handelt. Denn es geht ja darum, Abschied von einem geliebten Menschen zu nehmen und diesen noch einmal zu würdigen. So ehrt man den Toten und spendet den Lebenden etwas Trost durch die lebendigen Erinnerungen an einen wertvollen und geschätzten Menschen.

Die eigene Trauerrede

Es ist sicher eine schwere Aufgabe, selbst bei der Feier eine Trauerrede zu halten. Aber es ist auch eine schöne und erfüllende Aufgabe, weil man so dem verstorbenen Angehörigen einen letzten Liebesdienst erweisen kann und den Abschied von ihm schöner gestalten kann.

In der Trauerrede wird man nach der Begrüssung der Anwesenden kurz die eigene Betroffenheit schildern und darauf eingehen, welche Gefühle man mit dem Verstorbenen und seinem Tod verbindet. Wenn nötig, kann man dann kurz die wichtigsten Lebensstationen des Toten ansprechen – das empfiehlt sich dann, wenn der Kreis der Trauergäste nicht nur aus den engsten Angehörigen besteht.

Im Anschluss kann man noch einmal ganz persönlich schildern, was man an dem Verstorbenen so geschätzt hat und warum man ihn vermissen wird. Wie hat er das Leben bereichert, was hat er an Freude ins Leben gebracht, welche seiner Eigenschaften hat man geschätzt oder bewundert? Gerne kann man diese Schilderungen mit einer Anekdote aus dem Leben untermalen, die das Gesagte lebendiger macht.

Zum Abschluss sollten ein paar tröstende Worte nicht fehlen, die aufzeigen, dass der Verstorbene stets in liebevoller Erinnerung behalten wird und dass das, was er den Menschen geschenkt hat, auch durch den Tod nicht verloren ist. Auch ein schöner Trauerspruch oder ein Trauergedicht können einen wunderbaren Abschluss für die Trauerrede bilden.

Wenn man sich nicht sicher ist, ob man beim Vortrag der Trauerrede auch die Fassung behalten wird, so kann man die Rede auch gemeinsam mit einem anderen halten. So hat jeder immer wieder Zeit, sich zu sammeln und an einer anderen Stelle weiter zu machen.

In unseren modernen Zeiten sieht man es auch immer häufiger, dass die Trauerrede durch Medien ergänzt wird. So kann man Bilder oder kurze Videos einblenden, welche die Erinnerung an den Toten sehr lebendig werden lassen. Auch die emotionale Wirkung von Bildern kann die Intensität des Abschieds noch einmal steigern.

Trauerrede eines anderen

In sehr vielen Fällen wird die Trauerrede nicht von einem Angehörigen, sondern von einem Geistlichen oder einem weltlichen Trauerredner gehalten. Hier ist es wichtig, vorher mit dem Redner abzusprechen, welche Informationen er braucht und welche Aspekte man auf jeden Fall erwähnt haben möchte. Sehr persönlich kann auch eine solche Trauerrede durch einen Aussenstehenden werden, wenn man vorher kurze Aussagen über den Verstorbenen im Verwandten- und Freundeskreis sammelt und diese dann in die Rede eingearbeitet werden. So können viele Menschen ihre ganz persönlichen Erinnerungen zu der Trauerrede und dem Abschied beitragen, was das Gefühl der Gemeinschaft stärken und zusätzlichen Trost spenden kann.